⚠️ Ausführliche Inhaltswarnung: „A Good Girl’s Guide to Murder“ ist als Jugendthriller ab 14 Jahren freigegeben, behandelt aber ernste Themen mit realem Bezug: die Ermittlung in einem alten Mordfall, angedeutete Vergewaltigung und sexuellen Missbrauch, Suizid einer jugendlichen Figur, Drogenmissbrauch und Drogenabhängigkeit, Rassismus und Vorurteile gegen einen südasiatischen Jugendlichen, Polizei-Bias und institutionelle Diskriminierung, Belästigung und Bedrohung der jungen Ermittlerin sowie Kleinstadt-Gruppendynamiken und Ausgrenzung.
Holly Jackson behandelt diese Themen respektvoll und altersgerecht, aber ohne Beschönigung. Betroffene von sexueller Gewalt können sich anonym und kostenlos an das Hilfetelefon Sexueller Missbrauch unter 0800 22 55 530 wenden. Bei akuten psychischen Belastungen ist die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 rund um die Uhr erreichbar. Bitte sei achtsam mit dir.
Ein alter Mordfall, den alle für längst geklärt halten. Ein tote Schülerin, deren mutmaßlicher Mörder ebenfalls tot ist. Eine ganze Kleinstadt, die den Fall vergessen möchte. Und ein 17-jähriges Mädchen, das sich weigert, sich mit der offiziellen Version zufrieden zu geben. Holly Jackson liefert mit „A Good Girl’s Guide to Murder“ das BookTok-Phänomen ersten Ranges – über 5 Millionen mal weltweit verkauft und inzwischen bei der BBC verfilmt! Was mich am stärksten gefesselt hat: Pip Fitz-Amobi als brillante Amateur-Ermittlerin. Eine der besten YA-Heldinnen der letzten Jahre. Absolute Pflichtlektüre – 5 Sterne!
📖 Buchdaten
| Titel: | A Good Girl’s Guide to Murder (deutsche Ausgabe) |
| Autorin: | Holly Jackson (britische YA-Autorin aus London, Debütroman) |
| Originaltitel: | A Good Girl’s Guide to Murder (2019, Egmont UK / Delacorte Press USA) |
| Übersetzung: | Sabine Schilasky |
| Genre: | YA-Mystery-Thriller / Jugendkrimi / True-Crime-Roman / Coming-of-Age-Krimi |
| Reihe: | Pip Fitz-Amobi (A Good Girl’s Guide to Murder), Band 1 von 3 + 1 Novella |
| Verlag: | One Verlag (Jugendbuch-Imprint von Bastei Lübbe) |
| Erschienen: | Deutsche Erstausgabe 20. Dezember 2019 (Hardcover), Klappenbroschur 28. Oktober 2022 |
| Preis: | ca. 15-16 € (Paperback) / auch Collector’s Edition Hardcover verfügbar (20 €) |
| ISBN: | 978-3-8466-0159-4 (Paperback) |
| Seitenzahl: | 480 Seiten |
| Zielgruppe: | Ab 14 Jahren (auch als Crossover für Erwachsene) |
| Setting: | Fiktive englische Kleinstadt Little Kilton (Buckinghamshire) |
| Verfilmung: | BBC-Serie 2024 mit Emma Myers als Pip (bekannt aus „Wednesday“) |
| Besonderheit: | Multi-Format-Erzählung mit Interview-Transkripten, Notizen, Karten, To-Do-Listen |
⭐⭐⭐⭐⭐
5 von 5 Sternen
Absoluter BookTok-Kult-YA-Thriller mit brillanter Amateur-Ermittlerin und meisterhafter Multi-Format-Erzählung. Das Hype ist absolut verdient!
Worum geht’s?
Vor fünf Jahren wurde in der beschaulichen englischen Kleinstadt Little Kilton die 17-jährige Andie Bell ermordet. Die Polizei hat den Fall schnell gelöst: Ihr damaliger Freund Sal Singh soll sie getötet und danach Selbstmord begangen haben. Sein Handy, Blutspuren an seiner Kleidung – alle Indizien sprachen für ihn. Der Fall wurde geschlossen. Die Stadt hat versucht, das Trauma zu vergessen. Andies Familie hat einen furchtbaren Verlust zu verarbeiten. Und Sals Familie – die südasiatisch geprägten Singhs – wurde von der Gemeinschaft ausgestoßen. Sein jüngerer Bruder Ravi trägt das Stigma bis heute. Alle akzeptieren die offizielle Version. Alle – bis auf Pippa „Pip“ Fitz-Amobi.
Pip ist 17 Jahre alt, brillante Schülerin, angehende True-Crime-Enthusiastin und der festen Überzeugung: Sal Singh war unschuldig. Für ihr Abschlussprojekt an der Highschool will sie den Fall noch einmal aufrollen. Bewaffnet mit ihrem Laptop, einer Diktiergerät-App und einer beeindruckenden Portion Mut beginnt Pip Fragen zu stellen. Fragen, die niemand mehr hören will. Fragen, deren Antworten unbequem sind. Sie interviewt ehemalige Klassenkamerad:innen, spricht mit Lehrer:innen, gräbt in alten Zeitungsartikeln und beginnt, ein alternatives Bild von dem zu zeichnen, was damals passiert sein könnte. Unterstützt wird sie von Ravi Singh selbst, der jahrelang darauf gewartet hat, dass jemand seinem Bruder Gerechtigkeit widerfahren lässt. Doch je näher Pip der Wahrheit kommt, desto gefährlicher wird ihre Recherche. Denn wenn Sal nicht der Mörder war – wer dann? Und ist dieser Mörder noch immer in der Kleinstadt? Ein spannender, intelligenter Coming-of-Age-Krimi über die Macht der Wahrheit, die Vorurteile einer Kleinstadt und den Mut, unbequeme Fragen zu stellen.
Meine Meinung
Pip Fitz-Amobi – eine der besten YA-Heldinnen der letzten Jahre
Das ist der wichtigste Grund für meine volle 5-Sterne-Bewertung. Holly Jackson hat mit Pippa „Pip“ Fitz-Amobi eine der stärksten YA-Heldinnen der letzten Jahre erschaffen. Pip ist keine typische Teenager-Protagonistin. Sie ist keine Prinzessin, die auf ihre große Liebe wartet. Sie ist keine unentschlossene Schülerin, die von allen und allem überrollt wird. Sie ist eine intelligente, entschlossene, mutige junge Frau mit einem klaren moralischen Kompass und einem unbändigen Willen, die Wahrheit zu finden.
Was Pip zu einer wirklich brillanten Figur macht: Sie ist realistisch komplex. Sie ist gleichzeitig Schülerin mit Hausaufgaben und Abiturstress UND Amateur-Ermittlerin in einem Mordfall. Sie hat Ängste UND geht trotzdem weiter. Sie zweifelt manchmal UND treibt trotzdem voran. Sie macht Fehler UND lernt aus ihnen. Diese Realismus-Ebene fehlt vielen YA-Heldinnen, die entweder komplett unfehlbar oder komplett schwach dargestellt werden. Pip ist beides und nichts – sie ist einfach eine glaubwürdige junge Frau. Ihre Motivation ist auch clever konstruiert: Sie glaubt an Gerechtigkeit. Sie glaubt an die Unschuld eines Menschen, den ihre Kleinstadt verurteilt hat. Diese moralische Überzeugung treibt sie an – nicht ein persönliches Vendetta oder eine oberflächliche Neugier. Das macht sie zu einer echten Heldin im klassischen Sinne. Für junge Leser:innen, insbesondere junge Mädchen, ist Pip eine wirklich empowernde Figur. Sie zeigt: Man muss nicht warten, bis Erwachsene handeln. Man kann selbst Verantwortung übernehmen. Man kann selbst nachfragen, wenn etwas nicht stimmt. Man kann selbst für Gerechtigkeit kämpfen.
Die Amateur-Ermittler-Methodik – ein Handbuch für True-Crime-Fans
Was das Buch besonders faszinierend macht: Wir bekommen einen Einblick in Pips systematische Ermittlungsarbeit. Holly Jackson zeigt uns, wie eine strukturierte Recherche aussehen kann. Wie man Zeugen befragt. Wie man Notizen macht. Wie man Verbindungen zwischen scheinbar unabhängigen Informationen erkennt. Wie man Interviews vorbereitet. Wie man mit Widersprüchen umgeht.
Das ist erzählerisch clever und auch für True-Crime-Fans wirklich spannend. Wir sehen zu, wie Pip aus kleinen Puzzleteilen ein größeres Bild rekonstruiert. Wir lernen dabei etwas über echte Recherchearbeit. Über den Wert von akribischer Dokumentation. Über die Bedeutung von Zeugenaussagen und ihrer kritischen Bewertung. Für alle, die sich für True Crime interessieren – und diese Zielgruppe wächst massiv! – ist das Buch eine wirklich befriedigende Lektüre. Wir spielen als Leser:innen mit. Wir stellen Hypothesen auf. Wir sammeln Verdächtige. Wir überprüfen Alibis. Diese aktive Lese-Erfahrung ist eine der großen Stärken des Buches. Pip wird zu unserer Ermittler-Kollegin. Wir gehen mit ihr Schritt für Schritt durch den Fall. Und wenn sie eine neue Erkenntnis hat, teilen wir ihren Adrenalinschub. Wenn sie in Sackgassen läuft, teilen wir ihre Frustration. Diese emotionale Beteiligung ist es, die das Buch zu einem echten Pageturner macht.
Die geniale Multi-Format-Erzählweise
Ein weiterer erzählerischer Geniestreich: Holly Jackson erzählt nicht in einem klassischen Prosa-Format. Sie mischt verschiedene Textformate. Wir bekommen Pips Ich-Erzählung UND Interview-Transkripte, die Pip mit ihrer Diktiergerät-App aufgezeichnet hat UND ihre schriftlichen Notizen UND Karten von Little Kilton UND handgeschriebene To-Do-Listen UND Zeitungsausschnitte UND Textnachrichten UND Emails. Diese Multi-Format-Erzählung ist erzählerisch anspruchsvoll und wirklich innovativ.
Was besonders schön funktioniert: Als Leser:in wird man selbst zur Ermittlerin. Man liest nicht nur eine Geschichte – man wühlt sich durch Pips Recherche-Mappe. Man sieht ihre Notizen. Man liest die Interviews mit den Zeugen. Man betrachtet die Karten. Das ist unglaublich immersiv. Die Illustrationen und Grafiken sind übrigens auch in der deutschen Ausgabe wunderbar umgesetzt. Man merkt: Der One Verlag hat viel Mühe in die Gestaltung gesteckt. Für BookTok- und Bookstagram-Enthusiast:innen ist das ein absoluter Traum. Man kann Notizen fotografieren, Karten teilen, Interview-Zitate posten. Kein Wunder, dass das Buch als BookTok-Phänomen weltweit über 5 Millionen mal verkauft wurde! Auch für Menschen, die sich mit klassischen Prosa-Krimis schwer tun, ist diese abwechslungsreiche Erzählform ein Segen. Es liest sich leichter. Die Seiten fliegen. Aber es ist keine Verbilligung des literarischen Anspruchs – es ist eine intelligente Anpassung an moderne Lesegewohnheiten. Diese Multi-Format-Erzählung erinnert an klassische Werke wie Bram Stokers „Dracula“ (Briefe, Tagebücher, Zeitungsausschnitte) oder aktueller Rachel Fields „Illuminae“-Reihe. Holly Jackson zeigt: Diese Erzählform funktioniert auch im YA-Krimi hervorragend.
Das gesellschaftskritische True-Crime-Setting
Was das Buch von durchschnittlichen YA-Thrillern abhebt: die gesellschaftskritische Ebene. Holly Jackson erzählt nicht nur eine spannende Mordermittlung. Sie erzählt eine Geschichte über Kleinstadt-Vorurteile, institutionellen Rassismus und die Bereitschaft einer Gemeinschaft, unangenehme Wahrheiten zu ignorieren. Sal Singh war ein südasiatischer Jugendlicher in einer überwiegend weißen englischen Kleinstadt. Die Bereitschaft, ihn ohne weitere Prüfung als Mörder zu akzeptieren – wie stark hängt diese mit seinem Migrationshintergrund zusammen?
Diese Frage stellt Holly Jackson subtil, aber unmissverständlich. Wir sehen, wie die Kleinstadt Little Kilton auf die Singh-Familie reagiert – mit Ausgrenzung, Verdacht, offenem Rassismus. Wir sehen, wie institutionelle Vorurteile funktionieren – die Polizei ermittelt in eine bestimmte Richtung, weil sie in diese Richtung ermitteln will. Wir sehen, wie Ravi Singh selbst noch fünf Jahre nach dem Fall unter den Konsequenzen leidet. Diese sozialkritische Ebene macht das Buch bedeutungsvoll. Es ist nicht nur ein Krimi – es ist ein Kommentar zu unserer Gesellschaft. Zu Vorurteilen. Zu Systemen. Zu der Frage, wie leicht wir Unschuldige verurteilen, wenn sie „anders“ aussehen als wir. Für Fans von Werken wie „The Hate U Give“ (Angie Thomas) oder „Dear Martin“ (Nic Stone) ist diese kritische Ebene bei Holly Jackson wirklich befriedigend. Auch die kritische Auseinandersetzung mit der True-Crime-Kultur selbst ist präsent. Pip ist zwar Enthusiastin, aber Jackson zeigt auch die ethischen Fragen des Genres. Wie weit darf man in Ermittlungen gehen? Wie respektiert man die Angehörigen von Opfern? Wie geht man mit möglicherweise unschuldigen Verdächtigen um? Diese Meta-Ebene ist wirklich spannend.
Ravi Singh und die Chemie mit Pip
Ein weiteres Highlight des Buches: die Beziehung zwischen Pip und Ravi Singh. Ravi ist Sals jüngerer Bruder – die Person, die am meisten unter den Konsequenzen des ungerechten Vorurteils leidet. Er hat Sal geliebt. Er ist überzeugt von seiner Unschuld. Und er hat jahrelang darauf gewartet, dass jemand endlich zuhört. Als Pip an seine Tür klopft, ist er zunächst skeptisch. Warum sollte gerade diese weiße 17-Jährige den Fall aufrollen wollen? Aber Pips Ehrlichkeit und Entschlossenheit überzeugen ihn.
Die Chemie zwischen Pip und Ravi entwickelt sich sehr organisch. Anfangs sind sie Fremde mit einem gemeinsamen Ziel. Dann werden sie Ermittler-Partner. Dann Freunde. Und dann… entwickelt sich etwas Größeres. Aber Holly Jackson löst diese Beziehungs-Entwicklung nicht kitschig auf. Der Mordfall bleibt im Zentrum. Die romantische Ebene ist ein Nebenstrang, nicht der Hauptplot. Diese Balance ist genau richtig für einen YA-Thriller. Ravi selbst ist ein wunderbar gezeichneter Charakter. Er ist nicht der klassische YA-Love-Interest – der geheimnisvolle Bad Boy oder der perfekte Traumtyp. Er ist ein Junge, der zu viel Leid ertragen musste und trotzdem seine Menschlichkeit bewahrt hat. Er hat Humor. Er hat Grenzen. Er hat eigene Meinungen. Diese Vollständigkeit macht ihn zu einer sympathischen Figur. Für alle, die YA-Bücher mit Diversität und interkultureller Repräsentation schätzen, ist Ravis Perspektive wichtig. Sein südasiatischer Hintergrund wird nicht als Klischee dargestellt, sondern als integraler Teil seiner Identität. Er ist ein moderner britischer Jugendlicher mit indischem Familienerbe – und Holly Jackson zeichnet das mit Respekt.
Die BookTok-Phänomen-Ebene
Ein wichtiger Kontext: „A Good Girl’s Guide to Murder“ ist ein absolutes BookTok-Phänomen. Weltweit über 5 Millionen verkaufte Exemplare. Der Hashtag #AGoodGirlsGuideToMurder hat auf TikTok Millionen Aufrufe. Das Buch ist der Grund, warum viele junge Menschen wieder Bücher lesen. Diese Wirkung ist bemerkenswert und positiv.
Für die deutsche Buchbranche ist Holly Jackson ein Segen. Der One Verlag hat mit der Übersetzung eine sehr kluge Entscheidung getroffen. Deutsche Jugendliche und junge Erwachsene bekommen Zugang zu einem hochwertigen internationalen YA-Krimi. Das Buch beweist auch: BookTok-Hype-Titel sind nicht per se seichte Unterhaltung. „A Good Girl’s Guide to Murder“ ist intelligenter, gesellschaftskritischer und komplexer aufgebaut als viele durchschnittliche YA-Romane. Es unterhält UND fordert. Es fesselt UND bildet. Für alle, die skeptisch gegenüber BookTok-Empfehlungen sind: Dieses Buch ist ein wirklicher Qualitäts-Titel. Der Hype ist absolut verdient. Auch die BBC-Verfilmung 2024 mit Emma Myers (bekannt aus „Wednesday“) als Pip ist eine Empfehlung. Sie überträgt die Atmosphäre und Charaktere des Buches sehr gut. Nach der Lektüre ist die Serie eine wunderbare Ergänzung. Auch in Deutschland verfügbar. Buchsucht empfiehlt: Lies zuerst das Buch, schau dann die Serie. Der klassische Weg.
Die Reihe und der Serien-Charakter
Was mich besonders freut: „A Good Girl’s Guide to Murder“ ist der Auftakt einer Trilogie plus Novella. Nach diesem großartigen Band 1 warten auf uns Leser:innen: „Good Girl, Bad Blood“ (Band 2, 2020), „As Good As Dead“ (Band 3, 2021) und die Novella „Kill Joy“ (2021, spielt vor Band 1 als Prequel). Die deutsche Ausgabe der Trilogie ist komplett beim One Verlag erschienen.
Für Fans nach Band 1 ist das eine wirklich gute Nachricht. Die Reihe entwickelt Pips Figur weiter. Sie wird älter, ihre Fälle werden komplexer, ihre Persönlichkeit wird vielschichtiger. Holly Jackson traut sich, ihre Heldin echte Konsequenzen ihrer Handlungen erleben zu lassen. Das ist erzählerisch mutig und wertvoll. Ich werde definitiv die weitere Reihe lesen und auch rezensieren. Für alle, die schon Band 1 gelesen haben und sich fragen, ob es sich lohnt weiterzulesen: absolute Empfehlung! Auch die Verfilmung geht weiter – BBC produziert weitere Staffeln für die Reihe. Wer also mit Pip Fitz-Amobi eine neue Lieblings-Heldin gefunden hat, kann sich auf viele weitere Stunden Ermittlungs-Vergnügen freuen.
Warum 5 Sterne
Volle 5 Sterne – und das aus mehreren Gründen. Erstens: Pip Fitz-Amobi ist eine der besten YA-Heldinnen der letzten Jahre. Zweitens: Die Amateur-Ermittler-Methodik ist erzählerisch clever und für True-Crime-Fans befriedigend. Drittens: Die Multi-Format-Erzählung ist innovativ und immersiv. Viertens: Die gesellschaftskritische Ebene mit Rassismus- und Vorurteils-Thematik verleiht dem Buch Tiefe. Fünftens: Die Beziehung zwischen Pip und Ravi ist organisch und respektvoll entwickelt. Sechstens: Das Buch beweist, dass BookTok-Hype-Titel Qualität haben können. Siebtens: Der Reihen-Charakter macht Lust auf viele weitere Stunden mit Pip.
„A Good Girl’s Guide to Murder“ ist einer der besten YA-Mystery-Thriller, die ich gelesen habe. Für Jugendliche ab 14 Jahren absolute Pflichtlektüre. Auch für Erwachsene, die sich für True-Crime-Themen und intelligent gebaute Krimis interessieren, wirklich lohnend. Wichtig: Bitte beachte die ausführliche Inhaltswarnung – die Themen um Missbrauch und Rassismus können triggern. Wer damit umgehen kann, bekommt einen absoluten Pageturner mit gesellschaftlicher Relevanz. Ich freue mich schon jetzt riesig darauf, die weiteren Bände der Trilogie zu lesen!
✅ Was mir gefallen hat
- Pip als brillante, glaubwürdige Amateur-Ermittlerin
- Systematische Ermittlungsarbeit für True-Crime-Fans
- Geniale Multi-Format-Erzählweise
- Gesellschaftskritische Rassismus-Thematik
- Organische Chemie zwischen Pip und Ravi
- Respektvolle Darstellung südasiatischer Figuren
- Meisterhafter BookTok-Hype-Titel mit Substanz
- Immersives Lese-Erlebnis wie eine Recherche-Mappe
❌ Kleine Einschränkungen
- Sensible Trigger-Themen enthalten
- Anfang etwas gemächlich
- YA-Setting nichts für alle Erwachsenen
- Wer die BBC-Serie kennt, kennt die Wendungen
Mein Fazit
„A Good Girl’s Guide to Murder“ von Holly Jackson ist ein absolutes BookTok-Phänomen – und das absolut zu Recht. Pip Fitz-Amobi als brillante Amateur-Ermittlerin, die systematische Ermittlungsarbeit als Handbuch für True-Crime-Fans, die geniale Multi-Format-Erzählweise mit Interviews, Notizen und Karten, die gesellschaftskritische Rassismus-Thematik, die organische Chemie zwischen Pip und Ravi Singh, die respektvolle Repräsentation südasiatischer Figuren und die immersive Recherche-Mappen-Ästhetik machen das Buch zu einer wirklich außergewöhnlichen Lektüre.
Klare 5 Sterne und meine wärmste Empfehlung. Für Jugendliche ab 14 Jahren absolute Pflichtlektüre. Auch für Erwachsene mit Interesse an True Crime und intelligenten Krimis wirklich lohnend. Wichtig: Bitte beachte die ausführliche Inhaltswarnung – die Themen um Missbrauch und Rassismus können triggern. Wer damit umgehen kann, bekommt einen absoluten Pageturner mit gesellschaftlicher Relevanz. Ich freue mich schon jetzt riesig auf die weiteren Bände der Reihe („Good Girl, Bad Blood“, „As Good As Dead“, „Kill Joy“) sowie auf die BBC-Verfilmung 2024 mit Emma Myers als Pip. Holly Jackson ist eine wirklich starke neue Stimme im YA-Mystery-Bereich!
Für wen ist das Buch geeignet?
Für Jugendliche ab 14 Jahren, die intelligente Krimis mit starken Heldinnen suchen. Für alle True-Crime-Enthusiast:innen, die auch fiktionale Ermittlungs-Geschichten lieben. Für Fans von „One of Us Is Lying“ (Karen McManus), „We Were Liars“ (E. Lockhart), „Pretty Little Liars“, „Riverdale“ oder „Wednesday“. Für alle BookTok- und Bookstagram-Aktiven, die Hype-Titel mit tatsächlicher Qualität suchen. Für Leser:innen gesellschaftskritischer Jugendliteratur (Angie Thomas‘ „The Hate U Give“). Für Eltern und Lehrer:innen auf der Suche nach anspruchsvoller Jugendliteratur. Auch als Geschenk für Teenager (Weihnachten, Geburtstag, Jugendweihe) eine wirklich gute Wahl. Als Vorbereitung oder Ergänzung zur BBC-Serie ideal!
Eher nicht geeignet für:
Leser:innen, die aktuell mit sexuellem Missbrauch, Rassismus-Erfahrungen oder Suizid-Trauma belastet sind – die Themen können triggern. Auch nichts für dich, wenn du YA-Bücher grundsätzlich meidest – „A Good Girl’s Guide to Murder“ hat trotz erwachsener Themen einen klaren YA-Ton. Wer klassische, gerade erzählte Krimis ohne Multi-Format-Experimente bevorzugt, könnte mit der abwechslungsreichen Erzählform Schwierigkeiten haben. Für Kinder unter 14 Jahren nicht geeignet – die Themen sind zu komplex und sensibel.
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Bist du auch Team Pip? Und welcher andere YA-Mystery-Thriller hat dich zuletzt so richtig gefesselt? Kennst du schon die BBC-Verfilmung? Schreib mir gerne in die Kommentare – ich sammle YA-Krimi-Empfehlungen!








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