Dr. med. Astrid Neuy-Lobkowicz & PD Dr. med. Daniel Schöttle: AD(H)S in der zweiten Lebenshälfte

⚠️ Wichtiger Hinweis vorab: Diese Rezension behandelt ein medizinisches Sachbuch zum Thema AD(H)S im Erwachsenenalter. Ein Buch kann und darf keine ärztliche Diagnose ersetzen. Wenn du vermutest, dass du selbst oder jemand aus deinem Umfeld AD(H)S hat, wende dich bitte an eine:n Fachärzt:in für Psychiatrie oder Psychotherapie mit entsprechender Spezialisierung. Selbstdiagnosen anhand von Büchern oder Online-Tests können in die Irre führen.

Wenn du aktuell in einer psychischen Krise steckst oder erheblich unter deinen Symptomen leidest, ist professionelle Unterstützung wichtig. Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist unter der 116 117 erreichbar. Bitte sei achtsam mit dir.

AD(H)S betrifft nicht nur Kinder und junge Erwachsene. Millionen Menschen über 40 leben mit einer Neurodivergenz, die oft nie diagnostiziert wurde. Endlich gibt es einen fundierten Ratgeber für diese Gruppe: „AD(H)S in der zweiten Lebenshälfte“ von Dr. Astrid Neuy-Lobkowicz und PD Dr. Daniel Schöttle. Was mich am meisten beeindruckt hat, ist die durchgehend wertschätzende Sicht auf Neurodivergenz. Kein Defizit-Diskurs, sondern eine würdigende Haltung. Eine begeisterte 5-Sterne-Rezension zu einem Buch, das eine echte Wissenslücke schließt!

📖 Buchdaten

Titel:AD(H)S in der zweiten Lebenshälfte. Strategien für einen dauerhaft erfolgreichen Umgang mit einer besonderen Art zu sein
Autor:innen:Dr. med. Astrid Neuy-Lobkowicz (Fachärztin für Psychosomatik und Psychotherapie, ADHS-Expertin) und PD Dr. med. Daniel Schöttle (Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Chefarzt)
Genre:Sachbuch / Medizin / Ratgeber / Neurodiversität / Psychologie
Reihe:Einzelband
Verlag:Kösel-Verlag (Penguin Random House)
Erschienen:2026
Seitenzahl:256 Seiten
Einband:Klappenbroschur (auch als E-Book erhältlich)
Preis:18,00 € (D) / 18,50 € (A) / 24,85 sFr (CH)
ISBN:978-3-466-34858-9
Zielgruppe:Menschen mit AD(H)S ab 40+, Angehörige, medizinisch und therapeutisch Tätige
Besonderheit:Erstes deutschsprachiges Buch zum Thema AD(H)S in der zweiten Lebenshälfte

⭐⭐⭐⭐⭐

5 von 5 Sternen

Fundierter, empathischer Ratgeber, der eine echte Wissenslücke schließt. Wertschätzend, medizinisch versiert und alltagsnah!

Worum geht’s?

AD(H)S ist keine Kinderkrankheit. Etwa 50 bis 60 Prozent der Kinder, bei denen AD(H)S diagnostiziert wird, leben auch als Erwachsene mit den Symptomen. In Deutschland sind mindestens zwei Millionen Erwachsene betroffen. Doch mit dem Alter verändert sich die Neurodivergenz: Hyperaktivität wird zu innerer Unruhe, Impulsivität äußert sich anders, Aufmerksamkeitsschwierigkeiten können sich mit anderen alterstypischen Herausforderungen überlagern. Und ganz besonders ab 40 oder 50: Renteneintritt, chronische Erkrankungen, Wechseljahre und andere Lebensphasen bringen neue Facetten in den Umgang mit AD(H)S.

Dr. med. Astrid Neuy-Lobkowicz (Fachärztin für Psychosomatik und Psychotherapie, Vorstand des Vereins ADHS Deutschland) und PD Dr. med. Daniel Schöttle (Chefarzt am Asklepios Klinikum Harburg) füllen mit diesem Buch eine große Lücke. Es ist der erste umfassende deutschsprachige Ratgeber, der sich explizit an Menschen ab 40 mit AD(H)S wendet – und an ihre Angehörigen sowie an medizinisch und therapeutisch Tätige. Der Aufbau ist klar: Erst grundlegende Informationen über AD(H)S, dann ein Kapitel zu Diagnostik und Therapie, dann konkrete Strategien für die zweite Lebenshälfte. Das Motto: „Belastungen reduzieren, eigene Stärken nutzen, die Lebensqualität in jeder Lebensphase stärken.“

Meine Meinung

Die wertschätzende Sicht auf Neurodivergenz – das absolute Herzstück

Das ist für mich der wichtigste Aspekt des Buches und der Grund für die vollen 5 Sterne. Neuy-Lobkowicz und Schöttle wählen einen Ton, der in der medizinischen Fachliteratur zu diesem Thema leider immer noch selten ist: würdigend, akzeptierend, wertschätzend. Sie sprechen nicht von „Betroffenen, die unter ihrer Störung leiden“, sondern von Menschen mit einer „besonderen Art zu sein“. Diese sprachliche Wahl ist mehr als Kosmetik – sie prägt das ganze Buch und ist zutiefst respektvoll.

Was mich besonders bewegt hat: Die Autor:innen bleiben medizinisch präzise, ohne in Defizit-Denken zu verfallen. Sie erkennen die Herausforderungen an, mit denen Menschen mit AD(H)S umgehen müssen – und würdigen gleichzeitig die Stärken, die diese Neurodivergenz mit sich bringt. Kreativität, Hyperfokus für Herzensthemen, Empathie, Spontaneität, das Denken in großen Zusammenhängen. Diese Balance zwischen medizinischer Sachlichkeit und wertschätzender Haltung ist eine seltene und wertvolle Qualität. Wer schon andere ADHS-Ratgeber gelesen hat, wird spüren, dass hier etwas anders ist.

Die Autor:innen und ihre Expertise

Was diesem Buch Glaubwürdigkeit verleiht: die außergewöhnliche fachliche Kompetenz der Autor:innen. Dr. med. Astrid Neuy-Lobkowicz ist eine der führenden ADHS-Expertinnen im deutschsprachigen Raum. Als Vorstand des Vereins ADHS Deutschland e.V. und Mitbegründerin des ADHS-Zentrums München bringt sie jahrzehntelange klinische Erfahrung mit. Sie hat bereits mehrere andere Bücher zum Thema veröffentlicht und ist Dozentin für Ärzt:innen und Psychotherapeut:innen.

PD Dr. med. Daniel Schöttle ergänzt als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie das Team optimal. Als Chefarzt am Zentrum für seelische Gesundheit des Asklepios Klinikums Harburg bringt er umfassende psychiatrische Erfahrung ein. Diese Kombination – klinische Praxis, therapeutische Expertise und wissenschaftliche Fundierung – merkt man dem Buch auf jeder Seite an. Hier schreiben nicht Laien mit einer Meinung, sondern zwei Ärzt:innen, die tagtäglich mit Menschen mit AD(H)S arbeiten. Diese Erfahrung ist im Text spürbar.

AD(H)S in der zweiten Lebenshälfte – ein blindes Feld

Was das Buch besonders wichtig macht: Es füllt eine echte Wissenslücke. Über AD(H)S bei Kindern gibt es unzählige Bücher, über junge Erwachsene ebenfalls einiges. Aber Menschen ab 40, 50 oder 60? Da wird die Auswahl dünn. Dabei ist genau diese Gruppe besonders relevant. Viele wurden nie diagnostiziert, weil AD(H)S in ihrer Kindheit noch nicht so gut erkannt wurde. Sie haben sich ihr Leben lang durchgemogelt, oft mit dem Gefühl, „irgendwie anders“ zu sein.

Wenn dann im mittleren Lebensalter Fragen auftauchen – warum kann ich mich nicht konzentrieren, warum bin ich immer noch impulsiv, warum leide ich unter Aufschieberitis, warum fühlt sich mein Leben so chaotisch an – gibt es plötzlich einen Aha-Moment. Vielleicht ist es AD(H)S. Neuy-Lobkowicz und Schöttle sprechen genau diese Menschen an. Sie zeigen, wie sich AD(H)S mit dem Alter verändert, welche Diagnostik im Erwachsenenalter aussieht, welche Wechselwirkungen mit chronischen Krankheiten oder dem Renteneintritt entstehen können. Diese altersspezifische Perspektive ist absolut wertvoll und schließt eine Lücke, die dringend gefüllt werden musste.

Der klare, gut strukturierte Aufbau

Was ich am Buch besonders gut finde: die klare, durchdachte Struktur. Der erste Teil (etwa 64 Seiten) klärt die Grundlagen: Was ist AD(H)S überhaupt? Wie sind die neurologischen Zusammenhänge? Wie unterscheiden sich die Ausprägungen? Das ist wichtig, weil viele Missverständnisse über AD(H)S kursieren – und wer selbst nicht betroffen ist, hat oft ein sehr klischeehaftes Bild („zappeliges Kind“).

Dann folgt ein Kapitel zu Diagnostik und Therapie – wichtig für alle, die eine späte Diagnose in Erwägung ziehen. Und schließlich der eigentliche Hauptteil: „Hilfreiche Strategien im gesamten Lebensverlauf“. Hier geht es um alltagspraktische Bewältigung, Coping-Strategien und wie Menschen mit AD(H)S ihre Lebensqualität in jeder Phase stärken können. Die Autor:innen sind kompetent genug, um konkret zu werden, ohne in „Ein-Rezept-für-alle“-Falle zu tappen. Jede:r ist anders, jede AD(H)S-Ausprägung ist anders. Diese Individualität wird respektiert.

Diagnostik und Therapie – klar und respektvoll

Was mir besonders wichtig war: Die Autor:innen betonen klar, dass eine ADHS-Diagnose im Erwachsenenalter durch qualifizierte Fachärzt:innen erfolgen muss. Kein Selbstdiagnose-Kult, kein „Vielleicht bist du auch betroffen“-Marketing. Neuy-Lobkowicz und Schöttle machen deutlich: Die Symptome sind vielfältig, und viele davon können auch andere Ursachen haben. Depression, Burnout, hormonelle Veränderungen, andere neurologische Erkrankungen – all das muss differenzialdiagnostisch abgeklärt werden.

Genau diese Klarheit ist es, was einen guten medizinischen Ratgeber ausmacht. Er ermutigt Menschen, sich Hilfe zu suchen, ohne ihnen fertige Antworten aufzudrängen. Zu den Therapiemöglichkeiten wird ehrlich und ausgewogen berichtet: medikamentöse Behandlung, Psychotherapie (besonders Verhaltenstherapie), Coaching, Selbsthilfegruppen. Kein Ausschluss einzelner Ansätze, sondern eine Übersicht über das Spektrum möglicher Unterstützung. Die Entscheidung liegt bei den Betroffenen selbst – gemeinsam mit ihren Behandelnden. Diese Autonomie-Perspektive verdient Respekt.

Der empathische Schreibstil

Neuy-Lobkowicz und Schöttle schreiben verständlich, ohne fachsprachliches Geschwurbel. Auch wer keine medizinische Vorbildung hat, versteht die Zusammenhänge. Die Beispiele aus der Praxis machen die Konzepte greifbar. Man merkt den Autor:innen an, dass sie viele Gespräche mit ihren Patient:innen geführt haben – die Sprache ist warm, empathisch, nie belehrend.

Was ich besonders schätze: die Anerkennung der Emotionen, die eine späte Diagnose mit sich bringt. Erleichterung („Endlich verstehe ich mich!“), Wut („Warum wurde ich das nicht früher erkannt?“), Trauer („Wie viele Chancen habe ich verpasst?“), Angst („Wie geht es weiter?“). All diese Gefühle werden validiert, aufgegriffen, ernst genommen. Das Buch ist ein sicherer Ort für Menschen, die vielleicht zum ersten Mal darüber nachdenken, dass ihre lebenslangen Herausforderungen mit AD(H)S zu tun haben könnten. Diese emotionale Sensibilität macht das Werk zu mehr als nur einem medizinischen Ratgeber. Es ist auch ein psychologisches Trostbuch.

Für Angehörige und Fachkräfte

Ein wichtiger Aspekt: Das Buch richtet sich nicht nur an Menschen mit AD(H)S selbst. Auch Angehörige – Partner:innen, Kinder, Freund:innen – finden hier wertvolle Informationen. AD(H)S wirkt sich auf Beziehungen aus. Wer versteht, wie eine geliebte Person „tickt“, kann besser damit umgehen. Das ist nicht selbstverständlich in ADHS-Ratgebern.

Auch medizinisch und therapeutisch Tätige – Hausärzt:innen, Psychiater:innen, Psychotherapeut:innen, Coaches – werden von diesem Buch profitieren. Neuy-Lobkowicz und Schöttle sind selbst Dozent:innen für Kolleg:innen. Sie wissen, was in der Praxis wirklich relevant ist, welche Fragen Fachkräfte stellen und welche Herausforderungen sich stellen. Dieser Fach-Fokus ist eine Stärke, die das Buch von reinen Selbsthilfe-Ratgebern abhebt. Wer als Fachkraft mit älteren AD(H)S-Patient:innen arbeitet, hat hier einen wertvollen Referenztext.

Ein wichtiger Behutsamkeits-Hinweis

Wie bei anderen medizinischen Ratgebern möchte ich klar sagen: Auch das beste Buch ersetzt keine fachliche Diagnose oder Therapie. Wenn du dich in vielem wiedererkennst, was Neuy-Lobkowicz und Schöttle beschreiben, ist der nächste Schritt der Weg zu einer:m qualifizierten Fachärzt:in oder Psychotherapeut:in mit Erfahrung im Bereich Erwachsenen-AD(H)S. Der Verein ADHS Deutschland e.V. (in dessen Vorstand Neuy-Lobkowicz sitzt) bietet auf seiner Website eine Übersicht qualifizierter Behandler:innen.

Eine ADHS-Diagnostik im Erwachsenenalter ist ein komplexer Prozess. Sie umfasst ausführliche Anamnese (auch der Kindheit), standardisierte Tests, Differenzialdiagnostik zu anderen möglichen Ursachen. Das ist nicht in einer 20-Minuten-Sprechstunde zu leisten. Sei geduldig mit dir und suche dir qualifizierte Unterstützung. Und wenn du selbst dich in einer psychischen Krise befindest oder erheblich unter deinen Symptomen leidest, ist professionelle Hilfe wichtig. Krisendienste sind unter der 116 117 (ärztlicher Bereitschaftsdienst) erreichbar, in akuten Notfällen unter der 112. Die Telefonseelsorge ist unter 0800 111 0 111 rund um die Uhr erreichbar. Bitte nimm dich selbst ernst.

Warum 5 Sterne

Volle 5 Sterne – und das aus mehreren Gründen. Erstens: Die wertschätzende Sicht auf Neurodivergenz ist Gold wert. Zweitens: Die fachliche Kompetenz der Autor:innen ist außergewöhnlich. Drittens: Das Buch füllt eine echte Wissenslücke. Viertens: Der Aufbau ist klar und leserfreundlich. Fünftens: Die respektvolle Behandlung von Diagnostik und Therapie zeigt eine ethisch fundierte Haltung. Sechstens: Das Buch spricht auch Angehörige und Fachkräfte an, ohne die primäre Zielgruppe zu vernachlässigen. Siebtens: Der empathische Schreibstil macht das Buch zu mehr als einem Sachbuch. Es ist auch ein Trostbuch.

„AD(H)S in der zweiten Lebenshälfte“ ist ein wichtiges, längst überfälliges Buch. Für Menschen mit einer möglichen späten Diagnose kann es ein Aha-Erlebnis werden. Für Menschen mit langjähriger AD(H)S-Erfahrung ist es eine Erweiterung des Wissens. Für Angehörige ein Verständnis-Werkzeug. Für Fachkräfte ein Referenzwerk. Ich empfehle es aus vollem Herzen weiter – mit der wichtigen Ergänzung, dass es die professionelle Beratung nicht ersetzt, sondern ergänzt.

✅ Was mir gefallen hat

  • Wertschätzende Sicht auf Neurodivergenz
  • Außergewöhnliche fachliche Kompetenz
  • Füllt eine echte Wissenslücke
  • Altersspezifische Perspektive ab 40+
  • Klare, gut strukturierte Aufbau
  • Empathischer, verständlicher Schreibstil
  • Respektvolle Behandlung von Diagnostik
  • Auch für Angehörige und Fachkräfte wertvoll

❌ Kleine Einschränkungen

  • Kein Ersatz für ärztliche Diagnose
  • 256 Seiten – manche Themen bleiben knapp
  • Fachbegriffe manchmal erklärungsbedürftig
  • Nichts für akute Krisensituationen

Mein Fazit

„AD(H)S in der zweiten Lebenshälfte“ von Dr. Astrid Neuy-Lobkowicz und PD Dr. Daniel Schöttle ist ein wirklich wichtiges Buch, das eine große Wissenslücke im deutschsprachigen Raum füllt. Die durchgehend wertschätzende Sicht auf Neurodivergenz, die außergewöhnliche fachliche Kompetenz der Autor:innen, der klare Aufbau und der empathische Schreibstil machen das Werk zu einem herausragenden Ratgeber für alle, die sich mit AD(H)S im Erwachsenenalter beschäftigen.

Klare 5 Sterne und meine wärmste Empfehlung. Wichtig zu wissen: Ein Buch ersetzt keine professionelle Diagnose oder Therapie. Wenn du dich in vielem wiedererkennst, ist der nächste Schritt der Weg zu einer:m qualifizierten Fachärzt:in mit Erfahrung im Bereich Erwachsenen-AD(H)S. Aber als informierende, wertschätzende und praxisnahe Begleitung ist dieses Buch ein wahrer Fund. Für Menschen ab 40 mit AD(H)S (diagnostiziert oder vermutet), für ihre Angehörigen und für Fachkräfte ist es eine echte Bereicherung. Danke an Neuy-Lobkowicz und Schöttle für dieses Werk – es war überfällig!

Für wen ist das Buch geeignet?
Für Erwachsene mit AD(H)S ab 40 Jahren, die einen fundierten, altersspezifischen Ratgeber suchen. Für Menschen, die eine späte Diagnose in Erwägung ziehen. Für Angehörige von Menschen mit AD(H)S, die verstehen wollen, was ihre geliebte Person erlebt. Für medizinisch und therapeutisch Tätige (Hausärzt:innen, Psychiater:innen, Psychotherapeut:innen, Coaches). Für alle, die sich für Neurodivergenz und Neurodiversität interessieren. Auch für erwachsene Kinder, deren Eltern möglicherweise mit einer nie diagnostizierten AD(H)S leben. Ein gutes Geschenk für die genannten Zielgruppen.

Eher nicht geeignet für:
Menschen in akuten psychischen Krisen – hier ist direkte fachliche Hilfe wichtiger als ein Buch. Auch nichts für dich, wenn du eine schnelle Selbstdiagnose oder ein Rezept „AD(H)S bewältigen in 10 Schritten“ erwartest – das Buch respektiert die Individualität jedes Einzelnen. Wer wissenschaftliche Fachliteratur mit Studien-Referenzen und statistischen Auswertungen sucht, sollte zu Fachbüchern greifen – dieser Ratgeber ist zwar fundiert, aber verständlich geschrieben. Und wer AD(H)S grundsätzlich für „modern erfundene Diagnose“ hält, wird hier nicht überzeugt werden – das Buch beweist nichts, es informiert.

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Hast du selbst Erfahrung mit AD(H)S oder anderen Formen der Neurodivergenz gemacht (persönlich oder in deinem Umfeld)? Und welche Bücher zum Thema haben dir wirklich weitergeholfen? Schreib mir gerne in die Kommentare – aber bitte nur, wenn du dich dabei wohl fühlst!

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Jessica

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